Mercedes-Benz Schweiz ist neuer Main Partner des Zurich Film Festival.

Das 15. Zurich Film Festival findet vom 26. September bis 6. Oktober 2019 statt, und Mercedes-Benz ist stolzer Main Partner des cineastischen Top-Events. Zum ersten Mal in der Geschichte des Zurich Film Festival stellt Mercedes-Benz mit dem brandneuen EQC vollelektrische Fahrzeuge für die Flotte zur Verfügung. Damit sorgt Mercedes für die exklusive Vorfahrt der Stars und VIP-Gäste am grünen Teppich.
 

Lesen Sie exklusiv vor dem offiziellen Erscheinungstermin, was Marc Langenbrinck, CEO der Mercedes-Benz Schweiz AG, im Interview mit dem Magazin «Frame» zur Kooperation mit dem Zurich Film Festival und zum ersten vollelektrischen Mercedes-Benz Spannendes zu erzählen hat.
 

Mercedes-Benz ist im Kino stark präsent. Nun geht die Premium-Auto-Marke eine Partnerschaft mit dem Zurich Film Festival ein. Schweiz CEO Marc Langenbrinck sagt, dass der Marken-Stern bestens zu den Stars aus Hollywood passt und dass Mercedes dank Elektro-Flotte die Filmschaffenden CO2-neutral zum grünen Teppich fahren wird.
 

Herr Langenbrinck, warum engagiert sich Mercedes-Benz Schweiz als Main-Partner beim Zurich Film Festival?
 

Das ZFF hat sich als renommierte Veranstaltung etabliert, die weit über die Landesgrenzen hinausstrahlt. Da Mercedes-Benz ebenfalls eine weltweite Positionierung und einen unbestreitbaren Ruf als Qualitätsmarke hat, sind wir der richtige Partner fürs ZFF. Allein das Symbol unseres Sterns passt sehr gut zu den Stars aus Hollywood, Europa und der Schweiz.
 

Wie gehen Sie vor, wenn Sie Partnerschaften prüfen?
 

Wir suchen uns ein Produkt, das in der Wertigkeit, in der Zielgruppe und in der Botschaft, das es vermittelt, zu unserer Marke passt. Das kann ein Film sein oder eben ein Festival wie das ZFF, wo wir hundertprozentig sicher sind, dass es zu uns passt.
 

Wer Cannes hört, denkt sofort an Chopard oder Renault. Ich hoffe, wir schaffen das Gleiche mit ZFF und Mercedes-Benz.
 

Das wäre schön. Man wird uns jedenfalls nicht übersehen können. Wir stellen zum ersten Mal in der Festivalgeschichte eine vollelektronische Flotte mit unserem EQC. Da sollte es eigentlich einen Oscar für Sound-Management geben, weil die Fahrzeuge ganz leise zum grünen Teppich vorrollen und die Stars bequem ins Kino bringen.
 

Und was sind weitere Vorzüge dieser Flotte?
 

Die Fahrzeuge sind lokal CO2-neutral. Das ist unser erster serienfähige Schritt für unsere Ambition, die wir für 2039 anstreben: die CO2-neutrale Mobilität unserer Neuwagen-Flotte. Es ist ein vollwertiger Mercedes in punkto Sicherheit, Qualität und Grösse. Er ist ausschliesslich Batterie betrieben und hat eine Reichweite von etwa400 Kilometern. Ich habe mir den als nächsten Dienstwagen bestellt, wenn Sie da drinsitzen, ist das Fahrerlebnis sensationell.
 

Warum?
 

Diese Fahrzeuge haben eine tolle Beschleunigung, weil sie mit dem Elektromotor die 760 Newtonmeter direkt anliegend haben. Sie fahren nicht nur umweltfreundlich, sondern auch sehr umweltbewusst, weil Sie keine Vibrationen im Auto haben. Es ist ein gleitendes Fahren – wie Segeln auf dem Zürichsee, nur schneller.
 

Aber kann man mit so einem Auto von der Schweiz in die Toskana fahren? Gibt es in Italien genügend Ladestationen?
 

Wir sind noch nicht am Ende des Ausbaus des Netzes. Das wird noch ein paar Jahre dauern, bis wir vor allem ausserhalb der Metropoliträume die richtigen Knotenpunkte haben. Zusammen mit anderen Herstellern spannen wir mit Ionity zusammen, die quer durch Europa ein umfangreiches Netz betreiben. Bereits heute sind über hundert Ladeparks in Betrieb, davon sieben in der Schweiz. Bis 2020 sind europaweit 400 Ionity-Ladeparks geplant.
 

Wie lange dauert es, wenn ich in Italien beim Autogrill meinen Mercedes aufladen muss?
 

Wenn Sie bei uns mit den 110 Kilowatt rangehen, dauert das Laden etwa eine halbe Stunde für dreihundert Kilometer. Und wenn meine Frau und ich nach Italien fahren, gehen wir immer auf der ersten Raststätte raus und nehmen ein Panino und einen Espresso. Danach ist die Batterie wieder so weit aufgeladen, dass man problemlos bis zum Strand in Rimini kommt.
 

Wie reagieren die Schweizer auf Elektroautos? Ist es einfach, ihnen die neue Technologie schmackhaft zu machen?
 

Wir beobachten noch ein neugieriges Zögern. Aber das Interesse für EQC, der im September und Oktober in die Showrooms kommt, ist gigantisch. Wir hatten schon Händlerveranstaltungen mit bis zu 400 Leuten, die alle ein Kaufinteresse bekundeten. Jetzt gilt es dieses Interesse in Käufe umzuwandeln.
 

Warum zögern viele Leute dennoch auf E-Mobilität umzusteigen?
 

Nebst der Frage nach der Reichweite und dem Ladestationen-Netz beschäftigt viele die Frage: Wo kommt der Strom her? Da gibt es noch keine Transparenz, ob der Ladestrom ökologisch ist oder auf Braunkohlebasis in Deutschland erzeugt wurde. Das sind Probleme, die wir, die Behörden sowie die Stromerzeuger lösen müssen, damit die Kunden ein 100-prozentig ökologisches Auto fahren können. Wobei wir in der Schweiz, wo wir über zwei Drittel Strom aus Wasserkraft haben, punkto ökologischem Strom in einer komfortablen Situation sind. Die Frage nach der Herkunft des Stroms stellt sich mehr bei Auslandreisen.
 

Aber am besten wäre es doch, man hätte zu Hause in der Tiefgarage eine eigene Ladestation.
 

Ja, das ist die Grundvoraussetzung bei E-Mobilität. Bei jedem Fahrzeugkauf ist eine intelligente Ladebox sowie eine individuelle Offerte des Elektromonteurs im Angebot enthalten. Es braucht nur in seltenen Fällen bauliche Massnahmen, in der Regel können Sie die Box einfach anschliessen. Dann können Sie praktisch alle Ladefälle bei sich in der Garage erledigen. Dabei können Sie von Nachttarifen profitieren, die günstiger sind. Die Ladebox berechnet automatisch, wann sie am billigsten zu Ihrem Strom kommen und lädt entsprechend.
 

Was verändert sich beim Fahren gegenüber einem Benzinauto?
 

Sie müssen den Fahrstil umstellen. Ich bin kürzlich mit dem EQC zu meiner Mutter nach Freiburg im Breisgau gefahren. Das sind rund 400 Kilometer hin und zurück. Das habe ich entsprechend eingegeben und darum hat mich die Elektronik kurz nach der Rückreise in Basel zu einer Ladestation gelotst. Und dann berechnet die App, dass ich jetzt 12 Minuten laden muss, damit ich mit 25 Prozent Batterie noch sicher in Zürich ankomme. Wobei das Tanken an einer normalen Benzintankstelle unwesentlich weniger lang dauert.
 

Früher war Mercedes das Auto der Oberschicht, doch nun hat sich der Luxus proletarisiert und auch der Arbeiter fährt Ihre Marke. Müssen Sie zwei Publika ansprechen?
 

Für mich sind alle Kunden gleich und mir ist jeder wichtig, der die Qualität der Marke einschätzen kann und bereit ist, den Betrag für das Premium auf den Tisch zu legen. Wir haben ohnehin eine andere Entwicklung in der Marke hinter uns.
 

Welche?
 

Vor 15 oder 20 Jahren waren wir etwas angestaubt im Image –abgehoben und elitär. Das hat sich demokratisiert. Mercedes bietet mittlerweile auch Kompakt-Autos an, die es vor 20 Jahren noch gar nicht gab. Sie sind heute das Segment, in dem wir am schnellsten wachsen.
 

Wie schaffen Sie das?
 

Indem ich nicht wie gestern nur die Väter anspreche, sondern heute die Väter, Mütter, Söhne und Töchter. Früher habe ich immer gehört: Mein Papa ist zehn Jahre lang Mercedes gefahren, aber für mich ist das nichts. Heute streiten sich der Sohn und der Vater um den Autoschlüssel.
 

An welcher Stelle rangiert Mercedes-Benz in der Schweiz punkto Verkäufe?
 

Auf Platz 2, hinter Volkswagen. Wir haben einen Marktanteil von 8,5 Prozent – und das als Premium-Marke. Das hat auch mit einer starken Verjüngung im Design dem breiten Produktportfolio zu tun. Unter anderem dank der A-Klasse haben wir unsere Kundschaft innert zehn Jahren um zehn Jahre verjüngt.
 

Sind Sie selber ein Filmliebhaber?
 

Ja. Meine Frau und ich gehen mit den drei Kindern eins, zwei Mal pro Monat ins Kino. Und mindestens einmal pro Wochenende schauen wir einen Film bei uns zu Hause im ausgebauten Dachstuhl und essen etwas dazu. Kürzlich haben wir „Monsieur Claude und seine Töchter 2“ gesehen, der aber nicht mehr so gut ist wie der erste Teil. Seit ich Kinder habe, beschäftige ich mich viel stärker mit dem aktuellen Filmgeschehen, weil sie keine Schwarzweiss-Klassiker mögen.
 

Was war denn ihr letztes grosses Kino-Highlight?
 

„Green Book“, der Oscargewinner – sensationell! Ich habe ihn als Europapremiere an der Eröffnung des letzten ZFF gesehen und sofort zu meiner Frau gesagt: Den müssen wir nochmals im Kino schauen. Seither haben wir ihn schon sechs Mal geschaut und mit unseren Kindern darüber diskutiert. Das ist ja das Tolle am Kino: Du kannst dich zwei Stunden lang mitreissen lassen von einer Geschichte, und hast danach etwas, was du verarbeiten musst – ohne die Diskussion hinterher ist der Kinobesuch für mich kein abgeschlossenes Erlebnis.
 

Was ist Ihr Lieblingsfilm.
 

Wenn ich einen Film auf die einsame Insel mitnehmen müsste, dann wäre es „Cinema Paradiso“. Die Musik von Ennio Morricone, diese Story und die Poesie des Films – fantastisch. Die grossen Filme aus meiner Jugend waren „The Godfather“, „Taxi Driver“ oder „The Untouchables“ – alle mit Robert De Niro. Ich bin ein grosser Fan von De Niro, wie der in aller Konsequenz Rollen vorbereitet ist, grossartig.