Meine Freude an Pferdestärken und Autos mit Stern wird nur noch übertroffen von der Freude an meiner Arbeit mit den Pferden selbst. Denen zu helfen, war und ist mein stärkster Antrieb im Leben. Bisher habe ich beide Leidenschaften sehr gut unter eine Haube gebracht. Zugegeben, als ich von meinem zweiten ML auf den GLE gewechselt habe, gab es beim Platzangebot eine Überraschung: Obwohl die Aussenmasse grösser waren, hatte ich innen weniger Platz – und musste deshalb von einem befreundeten Küchenbauer die oberste Reihe meines Schubladensystems anpassen lassen. Aber am Ende hat wieder alles ins Auto gepasst: das Röntgengerät, der Ultraschall, das Endoskop (Spiegelungsgerät für die Atemwege) und alles, was ich sonst für meine tägliche Arbeit brauche.
Zum Glück, denn ich bin mit meiner mobilen Praxis nach wie vor recht viel unterwegs: Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h sitze ich pro Jahr einen Monat lang Tag und Nacht am Steuer. Zumindest seit meiner Pensionierung. Früher war es gut und gern das Doppelte. Dass das Plus an Komfort ein Minus an Raumangebot mit sich bringt, stört mich nicht weiter, denn ich bin wirklich froh über die verschiedenen Assistenten, die mittlerweile in den Autos verbaut sind. Am wichtigsten ist ja, dass ich entspannt ans Ziel komme. Pferde sind hochsensible Tiere, die spüren, wenn ich gestresst bin, und das hilft ihnen nicht. Als ich in meinem ersten ML das erste Mal den Abstandshalte-Assistenten hatte, war das ein absoluter Gamechanger. Heute sind Spurhalte-Assistent und Abstandshalte-Assistent mit Tempomat bei mir im Dauereinsatz. Und die Freisprechanlage natürlich. Und ich muss zugeben, dass mir sogar der Müdigkeitswarner schon gute Dienste geleistet hat. Als ich vor zwei Jahren eine Strecke von 1400 Kilometern am Stück gefahren bin, habe ich doch das ein oder andere Mal auf ihn gehört.