Auf der Suche nach einem exklusiven Schweizer Schaumwein, der die Reise im Fond des Mercedes-Maybach EQS SUV zum perfekten Erlebnis macht.

 

20. November 2024

 

Reisen soll ein Genuss sein. Eine Maxime, die der Mercedes-Maybach EQS 680 SUV in seiner beinahe skulpturalen Formgebung perfekt verkörpert. Das Luxus-Topmodell der Baureihe fokussiert sich ganz in der Maybach Tradition auf die Zeit zwischen Abfahrt und Ankunft. Vor allem den Passagieren im Fond fehlt es an nichts: grosszügige Raumverhältnisse, bequeme Massage-Sessel, ein Burmester-Soundsystem für Konzert-Stimmung – und gar ein Kühlfach samt zweier «Flûtes», in denen sich Schaumwein besonders wohl fühlt. Auf unserer Fahrt in die Region um Morges im Kanton Waadt sind die beiden silbernen Gefässe leer. Noch. Auf der Suche nach einer adäquat exklusiven Füllung für den Fond-Sektkühler gleiten wir im ersten elektrischen Maybach lautlos über die Autobahn Richtung Westen. Aus den opulenten Sitzen heraus erblicken wir nach gut zwei Stunden die ersten Weinberge.

Manufaktur und Massenware

Bei Schaumwein denken die meisten zunächst an die Champagne. Zurecht: Die namhaften Produzenten des französischen Weinanbaugebietes liefern zweifellos Qualitätsware. Doch die hohe Nachfrage führte im Laufe der Jahre zu einer enormen Produktionsmenge. Die Mainstream-Kellereien füllen mittlerweile jährlich viele Millionen Flaschen für den gesamten Globus ab. So stehen die grossen Namen zwar für Luxus, mit Exklusivität hat diese Massenproduktion allerdings wenig zu tun. 

 

Also lassen wir uns nicht in die Champagne chauffieren, sondern nehmen Kurs auf La Sarraz (VD). Dank 118 kWh Akkukapazität und bis zu 612 km Reichweite laut WLTP vergeht die gesamte Reise ohne Ladestopp und damit wie im Fluge. Am Ziel angekommen, erwartet uns Steve Bettschen. Der Waadtländer Winzer heisst uns vor seinem unscheinbaren Hof herzlich willkommen. 

 

Bettschen hat seine Passion zum Beruf gemacht und produziert – fast in Eigenregie – 7000 bis 10 000 Flaschen Wein pro Jahr. Rund 1000 Flaschen sind es nur von seinem Schaumwein «vin mousseux». Phusis – so heisst seine Marke – ist also eine echte Manufaktur, die sich ganz und gar dem Prädikat «Exklusivität» verschrieben hat.

 

Chemie und Leidenschaft

Das Leben als Winzer war Steve Bettschen nicht in die Wiege gelegt. Nach seinem Chemie-Studium arbeitete der Waadtländer bei einem grossen Weinhändler und lernte dort die Welt der Weine kennen – und lieben. «Ich konnte viele grossartige Weine degustieren. Noch bevor diese fast unbezahlbar wurden», erinnert er sich. 2007 kaufte er in der Nähe von Conthey (VS) seine ersten Reben, 2010 übernahm er in der Nähe von La Sarraz, wo heute sein kleines Weingut liegt, eine weitere Parzelle. Seither verknüpft er seine Kenntnisse aus der Chemie mit dem erlernten und erlebten Fachwissen, seiner Überzeugung für biodynamische Landwirtschaft – und seiner Leidenschaft. Und kreiert damit ausgezeichnete (Schaum-)Weine. 


Übrigens: Auch Wilhelm Maybachs Weg zum weltbekannten Konstrukteur verlief alles andere als gradlinig. Schon früh wurde er zum Waisen und kam im Reutlinger Bruderhaus unter, wo er eine Ausbildung zum technischen Zeichner und Konstrukteur absolvierte. In der dem Bruderhaus angeschlossenen Maschinenfabrik teilte man ihn schliesslich einem gewissen Gottlieb Daimler als Assistenten zu …

Herz und Seele

Auf dem Weg in seine Weinreben erzählt Bettschen von seinem «vin mousseux»: «Für einen Weisswein braucht es rund ein Kilo Trauben pro Flasche. Beim Mousseux sind es rund zwei Kilo», erklärt er. Denn: Für den edlen Schaumwein verwendet Bettschen nur das Herz der Trauben. So wird der Saft reiner, da die Schalen das Aroma nicht verfälschen. 

 

Beste Zutaten aus kontrollierter Herkunft und ein nachhaltiger Ansatz: Nach diesem Rezept produziert auch Mercedes-Maybach. Im EQS 680 SUV ist Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern für die Zierleisten verarbeitet. Das im Interieur verwendete Leder ist mit Kaffeebohnenschalen vegetabil gegerbt, das dafür benötigte Wasser wird aufbereitet und wieder in den natürlichen Kreislauf gegeben. Und sogar der Strom, den der erste elektrische Maybach lädt, wird dank MB.CHARGE Public nachträglich in Form von grüner Energie ins Netz zurückgespeist. Luxus und Nachhaltigkeit müssen sich nicht ausschliessen. Das sieht auch Bettschen so: «Wo möglich arbeite ich mit dem Pferd im Rebberg, anstatt einen Traktor zu benutzen.» Und natürlich entstehen seine Kreationen komplett in Handarbeit.

Zeit und Genuss

Nach der Ernte, erzählt uns der Winzer, presst er die Trauben – für seinen «Arvine Brut Nature» verwendet er nur die Sorte «Petite Arvine» – zunächst mehrfach. Anschliessend gärt die Essenz für fünf bis sechs Stunden vor und reift dann in den alten Holzfässern im Keller weiter. In diesem stehen wir nach dem Besuch in den Weinbergen nun. Der dumpfe Duft, das warme Licht und die alten Fässer schaffen eine zeitlose Atmosphäre. «Zu Beginn war mein Keller in einem modernen Gebäude», berichtet Bettschen. «Ich glaube aber, dass dieses alte Gemäuer meinem Wein guttut und mehr Seele verleiht.» 

 

Erst nach einem Jahr kommt der Wein in die Flasche, wird dort mit Hefe und Zucker angereichert und entwickelt nach und nach seine typischen Bläschen. In der Champagne reifen die Schaumweine üblicherweise um die 15 Monate, bevor sie verkorkt und verkauft werden. Bei Steve Bettschen dauert das länger: «36 bis 40 Monate reift der Mousseux in der Flasche», erklärt er und ergänzt: «Wenn man ein gutes Produkt will, braucht es eben viel Zeit.» 

Tradition und Zukunft

Wie viel Arbeit in einem Schaumwein steckt, lässt sich für Aussenstehende kaum nachvollziehen. Wer einen Blick hinter die Kulissen erhascht, lernt das Aroma des «Arvine Brut Nature» umso mehr zu schätzen – und zu schmecken: ausgewogen fruchtig, mit einer frischen Säure und einer gleichmässigen, feinen Perlage. Das komplexe Zusammenspiel einzelner Geschmacksnoten ist bezaubernd. 

 

Ein Produkt, das unabhängig von kurzlebigen Trends ist und ausschliesslich auf maximale Qualität setzt – dafür stand Maybach schon vor mehr als 100 Jahren. Und dieses Versprechen erfüllt Mercedes-Benz auch nach der Übernahme von Maybach im Jahr 1960: Jede Naht sitzt, zahlreiche Details sorgen für Wohlbefinden de luxe. Von Bettschens Herangehensweise unterscheidet sich die von Mercedes-Maybach trotzdem: Die Rezeptur für ihre luxuriösesten Modelle passen die Schwaben zeitgemäss gesellschaftlichen Idealen an und integrieren dafür auch neuste technologische Finessen. Vom E-Antrieb über modernste Fahrassistenz bis hin zum Infotainment-System mit dem einzigartigen Hyperscreen. Gleichzeitig sorgen Exklusivität, beste Verarbeitung und feinste Handwerkskunst heute wie damals für ein unvergessliches Reiseerlebnis. Unsere Rückfahrt wird gekrönt von einem Glas «Arvine Brut Nature» – hinten rechts natürlich. Reisen soll schliesslich ein Genuss sein. In jeder Hinsicht.

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