Mercedes-Benz eSprinter unterwegs.

Auf grünen Rädern

durch die Schweiz

Die Sieber Logistics AG setzt auf Strom: Mit seiner elektrischen Flotte fährt das Unternehmen jährlich Hunderttausende Lieferungen aus. Mittendrin: der Mercedes-Benz eSprinter.

15. September 2026

 

Es steht kein einziges Fahrzeug auf dem Areal der Sieber Logistics AG in Berneck (SG). Und das ist genau so, wie es sich Michael Sieber wünscht, denn alle Fahrzeuge sind unterwegs zu den Kunden. Als Leiter Ressourcen und Infrastruktur führt er die Sieber-Gruppe zusammen mit seinem Bruder Christian bereits in zweiter Generation. 1974 als klassisches Transportunternehmen mit zwei Personen gegründet, hat sich Sieber Logistics rasch weiterentwickelt. Das Familienunternehmen ist heute international tätig und beschäftigt über 400 Mitarbeitende an mehreren Standorten in der Schweiz und im Ausland. 


Mehr als Transport von A nach B
«Wir verstehen uns nicht als klassischen Transportdienstleister, sondern als logistischen Lösungsanbieter mit klar definierten Produkten für spezifische Kundenbedürfnisse und Branchen», erklärt Michael Sieber. So transportiert das Unternehmen nicht bloss Güter von A nach B, sondern deckt weite Teile der Lieferkette ab: von der Beschaffung und Lagerung bis zur Auslieferung, Montage und zum Retourenmanagement. 

Dabei beginnt die logistische Reise von Waren nicht selten Tausende Kilometer entfernt. Über ein weltweites Partnernetzwerk organisiert Sieber Logistics internationale Sendungen per See- oder Luftfracht und koordiniert deren Weg bis in die Schweiz – inklusive der entsprechenden Zollabwicklung. Waren können so beispielsweise in Übersee per Schiff oder Flugzeug auf den Weg gebracht, nach ihrer Ankunft verzollt und anschliessend direkt in die weiteren Logistikprozesse von Sieber Logistics übernommen werden. In den eigenen Logistikzentren folgen je nach Kundenanforderung weitere Leistungen: Waren werden eingelagert, kommissioniert und für ihre weitere Verwendung oder Auslieferung vorbereitet.

Elektrisch zum Kunden und zurück
Besonders wichtig sind die Dienstleistungen direkt beim Kunden: Waren und Geräte werden bis an den gewünschten Einsatzort geliefert, ausgepackt, montiert und bei Bedarf in Betrieb genommen. Das reicht von Möbeln im Privathaushalt über die Einrichtung ganzer Fitnesscenter bis hin zu modernen Geräten für Industrie und Medizin. Verpackungen, Altgeräte und Retouren nimmt Sieber Logistics gleich wieder mit. 

Auf dem letzten Abschnitt einer oft langen Lieferkette kommen Fahrzeuge mit Stern zum Einsatz. Denn neben vielseitig begabten und gut ausgebildeten Mitarbeitenden braucht das Unternehmen auch flexibel einsetzbare Transporter. Die Sieber Logistics AG setzt dafür vor allem auf Lieferwagen mit Anhänger der Kategorie BE, wie den eSprinter von Mercedes-Benz – und damit bewusst auf elektrischen Antrieb. Im Bereich Lieferung und Montage sind im Rahmen der unternehmenseigenen GOgreen-Strategie bereits über 90 Prozent der Fahrzeuge elektrisch unterwegs. Optisch heben sich die elektrischen Transporter durch ein besonderes Detail ab: grün lackierte Felgen an Zugfahrzeug und Anhänger.

Echte Pionierarbeit
Den ersten eSprinter stellte Sieber Logistics bereits 2024 in Dienst – und leistete damals echte Pionierarbeit. «Wir waren die weltweit ersten Kunden, die einen eSprinter als Chassis-Version ausgeliefert bekamen», freut sich Michael Sieber. Diese Version hat lediglich eine Fahrerkabine und keinerlei Aufbau. Der Grund: In der Logistikbranche sind die Anforderungen der Unternehmen höchst unterschiedlich. Den Aufbau zum Fahrzeug organisiert der Käufer daher meist selbst. Bei der Sieber-Gruppe geht man sogar noch einen Schritt weiter, denn hier übernimmt gleich eine Tochterfirma in der eigenen Werkstatt den Aufbau.
 

Teil einer ganzheitlichen Philosophie
Und warum der radikale Wechsel auf elektrische Antriebe? «Wir fahren mit E-Fahrzeugen, da wir überzeugt sind, dass dies besser und nachhaltiger ist», betont Sieber. Im Vergleich zu Dieselfahrzeugen böten die elektrischen Sprinter deutlich mehr Drehmoment, was gerade beim Anfahren mit Anhänger ein grosser Vorteil sei. Zudem benötigten die eSprinter deutlich weniger Wartungsarbeiten, etwa weil Ölwechsel entfielen. Einzig der Reifenverschleiss sei aufgrund des starken Drehmoments und der hohen Beanspruchung im Anhängerbetrieb etwas höher.

Der eSprinter hat sich im Alltag bewährt
Die Argumente für den E-Antrieb liegen also auf der Hand. «Im Tagesgeschäft mussten die Mitarbeitenden zunächst etwas umdenken», erinnert sich Sieber. Der Umgang mit dem elektrischen Sprinter wurde jedoch schnell zur Normalität. Wo nötig, werden Ladestopps in die Mittagspause gelegt, grundsätzlich laden die Fahrzeuge aber über Nacht an einem der 15 Standorte in der Schweiz – und stehen am nächsten Morgen vollgeladen und vorkonditioniert wieder für den Einsatz bereit. «Gerade die Vorklimatisierung kommt sehr gut an bei unseren Mitarbeitenden», betont Sieber. Und das nicht nur morgens, sondern auch tagsüber. 

Und die Reichweite der eSprinter? Mit der sind Sieber und seine Fahrerinnen und Fahrer absolut zufrieden. «Im Alltag haben wir damit nie ein Problem.» Gerade im Stadtverkehr spielt zudem die Rekuperation ihre Vorteile aus: Beim Abbremsen gewinnt das Fahrzeug Energie zurück. Denn Verschwendung mag man bei Sieber Logistics nicht. Die Aufbauten werden, wo immer möglich, mehrfach verwendet, und die Waschanlage auf dem Firmengelände wird mit Regenwasser betrieben, um Frischwasser zu sparen.

Nachhaltige Lösung
Nachhaltigkeit spielt im Alltag der Sieber Logistics AG eine zentrale Rolle, auch beim Fahrzeugeinkauf. «Im Bereich der Lieferwagen sind wir seit über 40 Jahren Kunde von Mercedes-Benz», betont Michael Sieber. «Die Marke steht für Qualität, Komfort, Langlebigkeit, Leistung und Kraft. Genau das benötigen wir auch für unsere Kunden.» 

Mit massgeschneiderten Ladelösungen und viel Detailplanung hat sich die Sieber Logistics AG ein Umfeld geschaffen, in dem die eSprinter von Mercedes-Benz ihre Stärken ausspielen können: verlässliche Reichweite, starke Transportleistung und umfangreiche Komfort- und Sicherheitsausstattung. Deshalb sind sie täglich auf Schweizer Strassen unterwegs – auf grünen Rädern, natürlich.

Weitere Artikel

Das könnte Sie auch interessieren