Was steckt hinter dem Certified-Label bei Occasionsfahrzeugen von Mercedes-Benz? Anlässlich eines Besuchs in der Werkstatt haben wir es herausgefunden.
28. Februar 2022
Es muss nicht immer ein Neuwagen sein, um mit einem Mercedes-Benz zu glänzen. Auch «junge Sterne» liegen voll im Trend. Gemäss Online-Vergleichsdienst Comparis war Mercedes-Benz im Jahr 2021 in der Schweiz die meistgesuchte Automarke auf dem Online-Markt.
Wer beim offiziellen Mercedes-Benz Vertriebspartner Kenny’s Auto-Center AG in Wettingen eintrifft, dem fällt eine grosse Verkaufsfläche auf, wo eine dreistellige Zahl an Gebrauchtwagen beliebter Modellreihen auf Hochglanz poliert im Angebot steht. «Occasionen von Mercedes-Benz sind derzeit sehr gefragt, insbesondere jüngere Modelle», sagt Patrik Thürig, der stellvertretende Leiter des Sales Operation Centers, zur Begrüssung. «Und natürlich spielt das Markenimage von Mercedes-Benz hier eine wichtige Rolle – es gibt aus meiner Sicht kaum einen anderen Hersteller, dessen Fahrzeuge so stark für Werte wie Qualität, Robustheit und Langlebigkeit stehen.»
Auf Herz und Nieren
Hier setzt das vor rund einem Jahr weltweit eingeführte Gütesiegel «Mercedes-Benz Certified» für erstklassige Gebrauchte noch einen obendrauf. Es kann für bis zu sechs Jahre alte Fahrzeuge mit maximal 150 000 Kilometern Laufleistung verliehen werden. Mit der für den Hersteller typischen Genauigkeit wird jedes einzelne Fahrzeug auf Herz und Nieren geprüft, bevor es erneut in den Verkauf gelangt.
Zur Anwendung kommt dabei ein breit angelegter, systematischer Qualitätscheck für jedes Occasionsfahrzeug, das vom Vorbesitzer angeliefert wird. Erfasst und dokumentiert werden auch kleinste Mängel. «Das Certified-Testprogramm umfasst 111 Punkte», erklärt Silvio Mittler, Teamleiter Aufbereitung. «Ob Motor, Fahrwerk, Aufhängung, Bremsen, Getriebe oder Antriebsstrang – wir checken wirklich alles. So können wir feststellen, ob es irgendwo etwas instand zu setzen gibt.»