Gewaltreduktion durch Prävention: Mit dem Programm «Believe in yourself» fördert Mercedes-Benz Schweiz den respektvollen Umgang unter Jugendlichen – mit Wissen und Werkzeugen gegen Grenzverletzungen.

 

10. Juli 2025

 

Gewalt unter Jugendlichen ist eine alarmierende Realität. Davon zeugen nicht nur häufiger werdende Medienberichte. Eine Studie für den Kanton Zürich kommt zum Schluss: Die Gewaltbelastung hat sich bei Jugendlichen innert sieben Jahren verdoppelt. Dabei erleben vor allem Mädchen vermehrt Übergriffe. Oberstufenschülerinnen werden gemäss der Studie im schulischen Kontext doppelt so häufig sexuell belästigt wie bei der letzten Befragung. Dieser Entwicklung muss gezielt begegnet werden. Genau hier setzt das Präventionsprogramm «Believe in yourself» an, das Mercedes-Benz Schweiz unterstützt.

 

Das Programm richtet sich an Zürcher Schulklassen aus Orten mit einem hohen Sozialindex, wo also besondere soziale Herausforderungen und ein besonderer Unterstützungsbedarf bestehen. In kostenlosen Kursen während des obligatorischen Schulunterrichts lernen Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren, Grenzverletzungen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Mädchen werden zusätzlich in Selbstverteidigungstechniken geschult, um in schwierigen Situationen selbstbewusst und mit geeigneten Techniken handeln zu können. Kurz: Das Programm bestärkt Jugendliche dabei, eigene Qualitäten zu erkennen, respektvoll mit anderen umzugehen, Grenzen zu setzen und sich selbst zu schützen.

Kombination aus Opfer- und Täterprävention

Katharina Eisenring von der Interessengemeinschaft Pallas, die das Programm durchführt, erklärt den besonderen Ansatz: «Es geht einerseits darum, gar nicht zum Opfer zu werden, also um Selbstverteidigung. Andererseits wollen wir auch potenzielle Täter erreichen, damit sie lernen, mit ihren Gefühlen besser umzugehen und gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten zu wählen.» Persönlich motiviert Eisenring, dass «die Jugendlichen erkennen, dass sie Gewalt nicht hilflos ausgeliefert sein müssen. Wissen allein kann vieles verhindern.» Wenn Eisenring von Gewalt spricht, meint sie damit nicht nur körperliche, sondern auch psychische Übergriffe. Denn auch diese können tiefe Spuren hinterlassen.

 

Mercedes-Benz Schweiz unterstützt das Programm im Rahmen der Partnerschaft mit der Laureus Sport for Good Stiftung – und zwar aus Überzeugung. Das Unternehmen will nicht nur wirtschaftlich, sondern bewusst auch gesellschaftlich Verantwortung wahrnehmen. CEO Roland Schell sieht klare Verbindungen zwischen den Werten des Automobilherstellers und dem Anliegen von «Believe in yourself»: «Gegenseitiger Respekt, Integrität und Offenheit sind für uns zentrale Werte. Wenn Jugendliche früh lernen, respektvoll miteinander umzugehen, selbstbewusst aufzutreten und ihr Handeln zu hinterfragen, ist viel gewonnen.» Schell, selbst ehemaliger deutscher Judo-Meister, weiss aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, innere Stärke zu entwickeln und Herausforderungen mit Klarheit und Disziplin zu begegnen. Beim Judo lege man sich im Vorfeld einen passenden Plan zurecht und denke Aktionen durch, ehe sie ausgeübt werden. Genau diesen Ansatz sollen auch die Jugendlichen aus dem Kursbesuch für sich mitnehmen.

 

Verantwortung übernehmen, Grenzen setzen

Die Kurse vermitteln laut Selbstverteidigungsexpertin Eisenring lebenslange Lektionen: «Jugendliche vertiefen Dinge, die in der Schule sonst nur allgemein behandelt werden: Verantwortung für die eigenen Gefühle und Handlungen zu übernehmen, diese zu kontrollieren und klare Grenzen zu setzen.» Roland Schell ist überzeugt von der Philosophie hinter «Believe in yourself»: «Es ist einfacher, sich selbst zu verändern, als andere. Genau dort setzt das Programm an – mit der Arbeit am eigenen Verhalten.» Das langfristige Ziel aller Beteiligten ist klar: Kontinuierliche Prävention sorgt dafür, dass Jugendliche gestärkt und selbstbewusst durchs Leben gehen und weniger Gewalt erfahren. 

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