E-Autos stehen im Ruf, weniger Sicherheit zu bieten als Verbrenner. Mercedes-Benz hat mit einem spektakulären Crashtest den Gegenbeweis geliefert – und ermöglicht europäischen Feuerwehren, Rettungseinsätze an aktuellen Modellen der Marke zu trainieren.

14. Januar 2026

Trotz aller Fortschritte bei der Sicherheit im Strassenverkehr sind die Zahlen immer noch erschreckend: Auf Schweizer Strassen gab es 2024 über 17 000 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Dabei verloren 250 Menschen ihr Leben. Dies bedeutet fast fünf Todesopfer pro Woche. Sicherheit geht anders.


Sichere Fahrzeuge herstellen – das ist von jeher tief in der DNA von Mercedes-Benz verankert. Immer wieder hat der deutsche Hersteller Sicherheitsstandards gesetzt und einige bemerkenswerte Innovationen marktfähig gemacht. So trugen 1959 die allerersten Serienfahrzeuge mit Knautschzonen den Mercedes-Benz Stern auf der Haube.


Sicherheit steht auch noch heute so weit oben im Pflichtenheft der Entwickler, dass die von Mercedes-Benz getroffenen Massnahmen die gesetzlichen Anforderungen deutlich übertreffen. «Wir verfolgen unsere Vision Zero», sagt Paul Dick, Leiter Fahrzeugsicherheit bei Mercedes-Benz. «Das heisst, dass es nach 2050 keine tödlichen Unfälle mit Mercedes-Benz Fahrzeugen mehr geben wird.»

Sicherheit beginnt bei der Struktur
Nach wie vor lautet ein gängiges Vorurteil: E-Autos fangen schneller Feuer als Verbrenner. Das ist nachweislich falsch. Was jedoch stimmt: Bei Defekten, insbesondere gewaltsamen Verformungen, tendieren Antriebsbatterien dazu, ihre gespeicherte Energie schlagartig und unkontrolliert abzugeben. Bei diesem «thermischen Durchgehen» erreichen die Zellen mehrere hundert Grad Celsius und heizen benachbarte Zellen auf. Die Folge ist eine Kettenreaktion, die den Akku explosionsähnlich abbrennen lässt.

Eben aus diesem Grund ist es so wichtig, das grosse Akkupaket im Unterboden optimal vor Deformierungen zu schützen. Abgesehen davon gehen Ingenieure punkto Aufprallschutz bei E-Autos auf die gleiche Weise vor wie bei Verbrennern, indem sie die Struktur des Fahrzeugs so gestalten, dass Aufprallkräfte absorbiert und verteilt werden.

Zwei SUV mit je 56 km/h im versetzten Frontalcrash
Crashtests gehören bei Mercedes-Benz seit 65 Jahren zur Fahrzeugentwicklung. Bei der «Real Life»-Variante, im Oktober 2023 durchgeführt, handelt es sich um den ersten öffentlichen Frontalzusammenstoss zweier Elektroautos in der Geschichte des Automobils. Das kleinste und das grösste E-Modell von Mercedes-Benz, EQA und EQS SUV, krachten dabei ineinander – um 50 Prozent versetzt und mit jeweils 56 km/h auf dem Tacho. Dies entspricht der typischen Situation eines missglückten Überholmanövers auf der Landstrasse. Die gewählte Geschwindigkeit berücksichtigt, dass Automobilisten in einem solchen Fall in der Regel noch abbremsen, bevor ihre Fahrzeuge aufeinanderprallen. Gesetzlich vorgeschrieben sind bei Crashtests übrigens nur 50 km/h.

Das Ergebnis des «Real Life»-Crashs im konzerneigenen Technologiezentrum für Fahrzeugsicherheit in Sindelfingen: Nicht nur die Fahrgastzellen und die Hochvoltbatterien blieben weitgehend intakt, auch die Türen liessen sich öffnen und die automatische Abschaltung der Hochvoltsysteme funktionierte einwandfrei. Sogar den gendergerecht im Auto verteilten Dummys – leistungsfähige, dem Körperbau von Männern und Frauen nachempfundene Messinstrumente – ging es nach dem Aufprall vergleichsweise gut. Die Auswertung ergab: Alle vier Passagiere hätten überlebt, aller Wahrscheinlichkeit nach ohne schwere Verletzungen.

Vorurteile ausgeräumt? Immerhin hat Mercedes-Benz mit dem «Real Life»-Crashtest den Nachweis erbracht, dass E-Autos herkömmlich angetriebenen Personenwagen punkto Sicherheit sogar überlegen sein können. Auf alle Fälle gilt: Sicherheit ist bei Mercedes-Benz keine Frage des Antriebssystems.

Crashtest

Sicherheit ist keine Frage des Antriebssystems

«Real Life»-Crashtest: Mercedes-Benz Elektrofahrzeuge sind so sicher wie alle Modelle mit dem Stern.

Zwei gelbe E-Fahrzeuge nach einem Crashtest

Retter üben an aktuellen Modellen

Bei der Rettung nach Unfällen im Strassenverkehr zählt jede Sekunde. Wenn sich Einsatzkräfte mit den neusten Fahrzeugmodellen auskennen, kann das Leben retten. Mercedes Benz hat darum das Konzept «MB4Rescue» entwickelt, um die Übungsmöglichkeiten für Feuerwehren zu verbessern. Dabei können Einsatzkräfte die Rettung verunfallter Personen praxisnah an aktuellen Mercedes Benz Modellen trainieren, um besser auf reale Unfälle vorbereitet zu sein. Bei ersten Trainings übten Feuerwehr-Ausbilderinnen und -Ausbilder aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz an aktuellen Mercedes‑Benz Modellen wie CLA, EQE, EQS, GLE und CLE.‎

Weitere Artikel

Das könnte Sie auch interessieren