Zwei Frauen, zwei Visionen, ein Ziel: Mit Leidenschaft und Innovation entwickeln Akankshya Ingale und Martina Lofqvist nachhaltige Lösungen in den Bereichen Hygiene und Bildung. Ihr Engagement inspiriert und berührt.
3. Januar 2025
Wer sich mit diesen beiden Frauen unterhält, dem schwappt nach nur wenigen Sekunden eine gehörige Portion Leidenschaft entgegen. Ihre lebendigen Stimmen, die ausdrucksstarke Gestik, gepaart mit ihrer beeindruckenden Expertise, ziehen einen unweigerlich in den Bann. Akankshya Ingale und Martina Lofqvist, die in der Schweiz leben, verfolgen mit ihren innovativen Projekten zwar unterschiedliche Ansätze, doch ihr gemeinsames Ziel eint sie: nachhaltige Lösungen, die nicht nur unsere Gegenwart, sondern auch die Zukunft beeinflussen sollen. Ihre Visionen machen neugierig.
Es sind die unbefriedigenden persönlichen Erfahrungen mit herkömmlichen Menstruationsprodukten, die den Ausschlag für Ingales Idee geben. «Binden und Tampons sorgen jedes Jahr weltweit für rund 400 000 Tonnen Müll», erklärt die 20-Jährige aus Zug. Auf der Suche nach einer nachhaltigen Alternative stösst sie auf die im Handel bereits erhältliche Menstruationstasse. Doch auch diese kann sie nicht restlos überzeugen: Sie ist kompliziert in der Handhabung und muss ständig entleert werden. Das könne insbesondere auf öffentlichen Toiletten, wo ein Waschbecken direkt neben dem WC oftmals fehlt, zu unangenehmen Situationen führen.
Also entschliesst sie sich, dem Problem auf den Grund zu gehen. Nach mehreren Gesprächen und Umfragen in ihrem Bekanntenkreis nimmt eine rudimentäre Idee langsam konkrete Formen an: Eine kompakte Menstruationstasse, die dank eines Verschlusses das Blut zurückhält und sich via Bluetooth auf dem Handy per Knopfdruck entleeren lässt. «Ein Sensor weist auf die fast volle Tasse hin und sendet eine Push-Benachrichtigung auf die dazugehörige App. Ohne die Tasse zu entfernen, kann man das Blut dann ganz einfach auf der Toilette abfliessen lassen.»