Strom ist weder sichtbar noch hörbar. Das macht Elektrizität schwer greifbar. Wenn man die gängigen Abkürzungen und Einheiten besser begreifen möchte, hilft ein kurzes Gedankenspiel: Wir stellen uns Strom als fliessendes Gewässer vor.
Die Spannung wird in Volt (V) angegeben. Sie gibt an, in welchem Gefälle das Gewässer fliesst, also wie viel Druck entsteht.
Mit Ampere (A) wird die Stromstärke beziffert, also ob es sich um einen Fluss wie den Rhein oder um einen kleinen Dorfbach handelt.
Multiplizieren wir nun die Spannung mit der Stromstärke, so resultiert die elektrische Leistung, die bei der Elektrizität in Watt (W) angegeben wird. Sie sagt aus, wie viel Kraft unser Fluss auf eine Wasserturbine ausüben könnte. Oder eben: Wie viel Leistung die Batterie an den E-Motor abgeben kann. Es handelt sich dabei um eine Momentaufnahme.
Gerade für die Reichweite eines E-Autos ist es aber entscheidend, wie viel von dieser elektrischen Leistung das Auto auf einer bestimmten Strecke verbraucht und wie viel davon wir im Akku speichern können. Diese Energiemenge wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben.
Ein E-Motor, der konstant 1000 Watt, also 1 Kilowatt (kW) an Leistung, zieht, hat nach einer Stunde eine Kilowattstunde (1 kWh) verbraucht. Dasselbe gilt in der Welt der Elektrizität auch umgekehrt: Eine Ladestation, die eine Stunde lang 22 kW in den Akku lädt, hat schlussendlich 22 kWh geliefert.