Elektroautos liegen im Trend. Das spüren auch Fahrschulen – vor allem bei jungen Leuten, die elektrisch fahren lernen wollen. Richi Trinkler, Geschäftsführer der Fahrschule XXL in Baar ZG, über Rekuperieren, digitale Assistenten und seine Ausbildungsfahrzeuge der Marke Mercedes-Benz.
07. November 2022
Richi Trinkler, wie passt Elektromobilität zu Ihrem Fahrschulbetrieb?
Bestens. Als Fahrschule XXL wollen wir auch technologisch stets auf der Höhe der Zeit bleiben. Elektrisch fahren im Zusammenspiel mit Apps, die uns umfassende Informationen liefern, bis hin zum elektronischen Fahrsimulator, den wir unterstützend einsetzen – da greift alles optimal ineinander.
Das Elektroauto – eine Form von künstlicher Intelligenz auf Rädern?
So etwas in der Art. Auf jeden Fall eine Art rollendes Smartphone (lacht). Die digitalen Assistenten sind heute schon unglaublich effektiv. Und die Entwicklung geht immer deutlicher in Richtung autonomes Fahren.
Gutes Stichwort. Machen Sie sich keine Sorgen, ob Fahrlehrer künftig überhaupt noch gebraucht werden?
Nein, wir werden weiterhin Aufgaben bezüglich Verhalten und Sicherheit im Strassenverkehr zu erfüllen haben. Auch wenn wir heute noch nicht genau wissen, welche. Die Technologien entwickeln sich rasch, doch die Schweizer Behörden reagieren eher gemächlich: Alles Neue muss zuerst einmal offiziell bewilligt werden. Und solange noch Gebrauchtwagen unterwegs sind, wird uns auch die konventionelle Fahrschularbeit nicht ausgehen. Wir halten aber die Augen offen: Was ändert sich für uns, wo müssen wir anknüpfen?