Journeyman – Start-up schickt Handwerker ins Ausland.

Das Unternehmen Journeyman versteht sich als „Au-Pair-Vermittlung“ für junge Handwerker, die bei Partnerbetrieben im Ausland arbeiten möchten.

Gestern in Deutschland, heute in Kanada.

Heiss strömt die Luft in Jan Wienolds Gesicht, während er mit dem Gasbrenner sorgfältig eine Bitumenbahn nach der anderen verschweisst. Dafür hat der gelernte Dachdeckergeselle einen der schönsten Ausblicke, die man sich bei der Arbeit wünschen kann: die Skyline von Vancouver. Noch einige Monate zuvor befand er sich in Deutschland und ging dort wie gewohnt seiner Arbeit nach. Nicht im Traum hätte er damals gedacht, dass er für seinen Job einmal ein halbes Jahr auf den Dächern von Vancouver stehen würde. Das Berliner Start-up Journeyman hat dies ermöglicht. Unter der Leitung von Samuel Wurster hilft es Handwerkern dabei, sich international zu vernetzen und für längere Zeit im Ausland zu arbeiten.

Ein „Auslandssemester“ für Handwerker.

Neben seinem BWL-Studium half Samuel seinem Grossvater im Sommer ab und zu bei Arbeiten im Steinbruch. Er verbrachte auch einige Zeit als Unteroffizier beim Schweizer Militär, wo viele seiner Kollegen einen handwerklichen Background hatten. „Als Handwerker hat man eine coole Ausbildung und wegen des Fachkräftemangels verdient man gutes Geld”, zitiert er diese. „Doch wenn man dann mit Anfang oder Mitte zwanzig auf Facebook und Instagram sieht, wie Studenten aus dem eigenen Bekanntenkreis Auslandssemester an den schönsten Orten der Welt verbringen, würde man so etwas selbst gerne machen.“ Begeistert von der Idee, auch Handwerkern einen Auslandsaufenthalt über mehrere Monate zu ermöglichen, begann Samuel zu recherchieren. Er fand heraus, dass es in vielen englischsprachigen Ländern ebenfalls an qualifiziertem Fachpersonal mangelt. Das Konzept für sein Start-up war damit geboren.

Hoch hinaus.

 

 

Der Vito begleitet den Dachdecker durch den Arbeitsalltag.

Als Handwerker ins Ausland – Journeyman aus Berlin macht’s möglich.

Arbeitserfahrung im Ausland sammeln? Für Handwerker war das lange Zeit alles andere als einfach. Samuel Wurster hat das nun geändert: Sein Berliner Start-up Journeyman vernetzt Handwerker aus allen Sparten mit Unternehmen auf der ganzen Welt. An alle Dachdecker, Elektriker und Schreiner: Wo soll‘s hingehen? Die USA, Down Under, Neuseeland oder doch lieber Kanada? Ab ins Abenteuer!

Visum, Steuer und Versicherung – Journeyman kennt sich aus.

Journeyman funktioniert über eine Online-Plattform, auf der sich Handwerker wie Jan registrieren können, um für eine Dauer von sechs bis 18 Monaten im Ausland zu arbeiten. Derzeit werden die USA, Kanada, Australien und Neuseeland als Zielländer angeboten. Samuels Team vermittelt dann nicht nur eine geeignete Stelle in einem Partnerunternehmen, sondern leistet auch tatkräftige Unterstützung bei Themen wie Auslandskrankenversicherung, Visum, Steuernummer und Unterkunft für die ersten Tage. Damit möchte das Start-up jungen Fachkräften, die in der Regel zum ersten Mal für eine längere Zeit ins Ausland reisen, die Unsicherheit nehmen. Denn diese ist trotz aller Vorfreude häufig an der Tagesordnung.

Ein internationales Netzwerk für Handwerker.

Doch Journeyman sei mehr als nur eine reine Jobvermittlung oder Reiseorganisation, erklärt Samuel. Mindestens genauso interessant wie die Vermittlung ist für ihn die internationale Vernetzung: „Auf lange Frist könnte Journeyman zu einem Netzwerk heranwachsen, auf dem sich Handwerker aus aller Welt miteinander austauschen können. Wie ein LinkedIn für Handwerker, sozusagen.“ Ehemalige Journeyman-Teilnehmer könnten hierdurch ein Teil der Community bleiben und von ihren Erfahrungen berichten. Neben den Berufen mit besonders hoher Nachfrage im Ausland, wie zum Beispiel Zimmerer, Schreiner und Dachdecker, möchte der Start-up-Gründer zudem das Angebot auf andere Handwerksbereiche erweitern. Und damit nicht genug: Auch Gegenbesuche ausländischer Handwerker wären mit diesem Konzept in Zukunft möglich.

Die Mission:

 Jungen Handwerkern ermöglichen, was in anderen Berufsgruppen selbstverständlich ist.

Kulturelle Vernetzung.

 

Samuels Ziel ist es, Handwerker weltweit miteinander zu vernetzen. 

Erfahrung sammeln.

Das Arbeiten im Ausland bringt auch das Erlernen neuer Methoden und Techniken mit sich. 

Auf anderen Wegen.

Als Journeyman können Handwerker aus den verschiedensten Gewerken die Welt erkunden.

Fotos: 

Damaris Riedinger & Alexandra Kurek

Mehr Links zum Entdecken: 

Journeyman - https://journeyman.io@Facebook, @Instagram

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