Saisongeschäft plus
«Glace verkaufen wir natürlich vor allem im Sommer. Rund 20 % des Umsatzes fallen allein im Juni an», bilanziert Stähli. Rund 45 Personen arbeiten dann im Betrieb, in den Wintermonaten sind es nur 15. Denn wenn sich die Cabrioletdächer wieder schliessen, Flipflops von festem Schuhwerk abgelöst und die Jacken aus den Schränken geholt werden, wird «KALTE LUST» zu «HEISSE LUST». Hausgemachte Suppen gehen dann über den Tresen und sorgen für wohlig warme Bäuche.
Auch das CLE Cabriolet fühlt sich vor allem im Sommer wohl. Allerdings kann es als «Ganzjahres-Cabriolet» weit mehr als nur Eis holen, ist auf Wunsch sogar mit Allradantrieb erhältlich. Bei Minusgraden wärmt der «Airscarf» mit warmer Luft Nacken und Schultern und das mehrlagige Akustikverdeck – das sich bis 60 km/h während der Fahrt in nur 20 Sekunden öffnen und schliessen lässt – sorgt für Wohlfühlklima bei jeder Jahreszeit.
Apropos Wohlfühlklima: Das liegt für cremige Glace übrigens bei minus 14 bis minus 15 Grad Celsius. «Das ist etwas weniger kalt als die üblichen minus 18 Grad im Tiefkühler», erklärt Florian Stähli. Für den perfekten Genuss rät er deshalb, das Speiseeis etwa 10 Minuten vor dem Genuss aus dem Tiefkühler zu nehmen und im Kühlschrank zu temperieren, «so dass der äussere Teil nicht zu fest schmilzt».
Schweizweite Lust
Warum das wichtig ist? Die Kreationen der Oltner Glacefeinschmecker sind bald auch in den Tiefkühlregalen von Coop zu finden. Trotz grösserem Produktionsvolumen gilt bei «KALTE LUST» ein Grundsatz: «Wir halten die Qualität», so der Mitgründer. Dass das mit einem höheren Preis einhergeht, ist Teil des Konzepts. Trotzdem bleibt gute Glace ein «Gourmeterlebnis für jedermann», wie Stähli versichert.
Und auch wenn er natürlich kein Geheimrezept verraten will, so hat er doch ein paar Tipps für die Zubereitung von Glace zu Hause. «Die Zutaten sind das Wichtigste.» Rahm und Milch sollten frisch – am besten direkt vom Bauern – in die Glacemaschine kommen. Und bei einer Fruchtglace gilt es, auf den richtigen Reifegrad der Früchte zu achten. «Lieber etwas zu reif als unreif.»