Sommer, Sonne, Solothurn: Mit dem CLE Cabriolet wird jeder Sommertag zum Kurzurlaub. Erst recht mit der passenden Glace! Die «KALTE LUST» führte uns nach Olten.

 

29. August 2024

 

Innovation entsteht, wenn Perfektionisten mit dem Bestehenden nicht zufrieden sind. So gab es zwar schon vor 1885 kutschenähnliche Fahrzeuge, die sich aus eigenem Antrieb fortbewegen konnten. Die mit Dampf betriebenen Gefährte waren aber wenig praxistauglich und komplex in der Handhabung. Carl Benz war der Ansicht, dass das auch besser geht. Der Rest ist Geschichte.

 

Das Unternehmen «KALTE LUST» in Olten blickt auf eine weit weniger lange Firmengeschichte zurück. Der Ursprung des Unternehmens fusst aber auf demselben Antrieb: Die drei Gründer fanden im bestehenden heimischen Glaceangebot einfach nicht das, was sie suchten. «Industriell hergestellte Glace besteht zum Beispiel bis zu 55 % aus Luft. Unsere Kreationen sind mit ca. 30 % Luft deutlich kompakter», erklärt Florian Stähli. 

Besser hausgemacht

Zusammen mit Dominique Mattenberger und Darko Bosnjak gründete Stähli 2017 «KALTE LUST» mit dem Ziel, die perfekte Glace zu produzieren. «Entscheidend sind die Zutaten», sagt Stähli. «Die Lebensmittel für unsere Glace beziehen wir bis auf wenige Ausnahmen, die in der Schweiz nicht produziert werden, ausschliesslich von Schweizer Bauern», ergänzt der Mitgründer und Glaceexperte. So kommen zum Beispiel Kornelkirschen aus dem Mittelland oder Baumnüsse aus dem Tessin ins Glace. Ein schmackhafter Nebeneffekt: Die frischen Früchte bringen so viel Aroma mit, dass der Zuckeranteil geringer ausfällt und keine künstlichen Aromen und Farbstoffe nötig sind. Zudem sind vegane Glacesorten im Angebot.

 

Auch Grossunternehmen wie Mercedes-Benz setzen auf Hausmarken. Ein Beispiel dafür ist das Automatikgetriebe mit neun Gängen. Es kommt in allen Versionen des CLE zum Einsatz und sorgt für kaum spürbare Gangwechsel, nahtlose Beschleunigung und verbesserte Effizienz. Besonders im Zusammenspiel mit dem serienmässigen Mild-Hybrid-System, das ebenfalls in jedem CLE verbaut ist. Mercedes-Benz baut und entwickelt dieses Getriebe selbst, wobei dieses perfekt auf das jeweilige Modell abgestimmt wird.

 

Eisgekühltes Herzensprojekt

In der Gelateria «KALTE LUST» geht es ebenfalls ums Finetuning. Es entstehen immer wieder neue Sorten oder Rezepte, die direkt vor Ort kreiert und getestet werden: «Wir verkaufen zwar vor allem an den Handel und an die Gastronomie», sagt Stähli. «Die Gelateria in der Oltner Innenstadt ist jedoch unser Herzensprojekt. Und ein perfekter Testmarkt!» Denn hier bringen die Glacemacher jeweils ihre neusten Kreationen unters Volk und profitieren vom unmittelbaren Feedback der Kundschaft. 

 

Die Gelateria ist die direkte Verbindung zur Aussenwelt – wie man sie beim Autofahren nur in einem Cabriolet erleben kann. Beim CLE Cabriolet sogar stufenweise. Mit geöffnetem Verdeck und heruntergelassenen Seitenscheiben zieht die Sommerbrise besonders herb durch das Cockpit – perfekt, um nach einem langen Arbeitstag den Kopf auszulüften. Wer es weniger zügig mag, sperrt den direkten Luftstrom mit Hilfe der Seitenscheiben weitgehend aus. Das serienmässige Windschott «Aircap», das sich per Knopfdruck ausfahren lässt, leitet den Fahrtwind kontrolliert über das Auto hinweg und formt daraus ein «unsichtbares Dach». So wirbelt kaum mehr Wind ins Innere und im Sommer bleibt mehr kühle Luft aus der Klimaanlage im Innenraum. Doch Vorsicht: Der Glacegenuss am Steuer ist nicht zu empfehlen!

Saisongeschäft plus

«Glace verkaufen wir natürlich vor allem im Sommer. Rund 20 % des Umsatzes fallen allein im Juni an», bilanziert Stähli. Rund 45 Personen arbeiten dann im Betrieb, in den Wintermonaten sind es nur 15. Denn wenn sich die Cabrioletdächer wieder schliessen, Flipflops von festem Schuhwerk abgelöst und die Jacken aus den Schränken geholt werden, wird «KALTE LUST» zu «HEISSE LUST». Hausgemachte Suppen gehen dann über den Tresen und sorgen für wohlig warme Bäuche. 

 

Auch das CLE Cabriolet fühlt sich vor allem im Sommer wohl. Allerdings kann es als «Ganzjahres-Cabriolet» weit mehr als nur Eis holen, ist auf Wunsch sogar mit Allradantrieb erhältlich. Bei Minusgraden wärmt der «Airscarf» mit warmer Luft Nacken und Schultern und das mehrlagige Akustikverdeck – das sich bis 60 km/h während der Fahrt in nur 20 Sekunden öffnen und schliessen lässt – sorgt für Wohlfühlklima bei jeder Jahreszeit.

 

Apropos Wohlfühlklima: Das liegt für cremige Glace übrigens bei minus 14 bis minus 15 Grad Celsius. «Das ist etwas weniger kalt als die üblichen minus 18 Grad im Tiefkühler», erklärt Florian Stähli. Für den perfekten Genuss rät er deshalb, das Speiseeis etwa 10 Minuten vor dem Genuss aus dem Tiefkühler zu nehmen und im Kühlschrank zu temperieren, «so dass der äussere Teil nicht zu fest schmilzt».

 

Schweizweite Lust

Warum das wichtig ist? Die Kreationen der Oltner Glacefeinschmecker sind bald auch in den Tiefkühlregalen von Coop zu finden. Trotz grösserem Produktionsvolumen gilt bei «KALTE LUST» ein Grundsatz: «Wir halten die Qualität», so der Mitgründer. Dass das mit einem höheren Preis einhergeht, ist Teil des Konzepts. Trotzdem bleibt gute Glace ein «Gourmeterlebnis für jedermann», wie Stähli versichert.

 

Und auch wenn er natürlich kein Geheimrezept verraten will, so hat er doch ein paar Tipps für die Zubereitung von Glace zu Hause. «Die Zutaten sind das Wichtigste.» Rahm und Milch sollten frisch – am besten direkt vom Bauern – in die Glacemaschine kommen. Und bei einer Fruchtglace gilt es, auf den richtigen Reifegrad der Früchte zu achten. «Lieber etwas zu reif als unreif.»

Das Vergnügen der Wahl

Bei unserem Ausflug nach Olten geniessen wir die Kreationen direkt vor Ort, perfekt temperiert und im Cornet serviert. Becher oder Cornet? Eine Streitfrage, die auch die Solothurner Glaceexperten nicht abschliessend beantworten können. Coupé oder Cabriolet? Mercedes-Benz Kunden haben beim CLE die Wahl. An einem schönen Sommertag muss die Antwort aber auf jeden Fall lauten: Cabriolet! Nach dem Glaceschlemmen bei offenem Verdeck den Fahrtwind spüren und auf dem Heimweg die kurvenreichen und ruhigen Landstrassen über den Passwang in Richtung Jura erkunden. Das ist Sommer!

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